Blutdruck und vegane Ernährung

Ist der Trend gesund für Ihren Blutdruck?
Portraifoto Dr. med. Felizian Kühbeck S/W

Fachautor Dr. med. Felizian Kühbeck
Arzt, Medizin- und Pharma­kologie­experte

Icon Blutdruck und vegane Ernährung
Vegane Ernährung und Blutdruck: Welchen Einfluss hat eine rein pflanzliche Kost auf Bluthochdruck oder niedrigen Blutdruck? Fakten, Studien und praktische Hinweise im Überblick.
Die vegane Welle hat viele von uns bereits erreicht. Doch während die einen über Tierwohl und Nachhaltigkeit diskutieren, stellen sich andere eine ganz praktische Frage: Wie wirkt sich vegane Ernährung eigentlich auf den Blutdruck aus? Die Antwort ist differenzierter, als man vielleicht vermuten würde – und hängt davon ab, ob der Blutdruck zu hoch, zu niedrig oder schwankend ist.

Gründe für vegane Ernährung

Menschen, die vegan oder auch im Veganismus leben, meiden jegliche Art von Nahrung tierischen Ursprungs. Veganer meiden daher auch alle tierischen Produkte wie Milch und Milchprodukte, Honig oder Eier, Wolle oder Leder und Federn zum Schutz der Tiere vor Ausbeutung.

Sie sind der Meinung, dass der Mensch auch mit Gemüse, Obst, Getreide, Hülsenfrüchten, Reis, Nüssen, Pilzen oder Nudeln (ohne Ei) glücklich werden und diese noch schmackhaft mit frischen Kräutern abrunden kann, ohne ein Tier mit dem Leben oder dessen Lebensweise bedrohen zu müssen. Laut der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse (AWA) gibt es 2026 in Deutschland mehr als Milionen Menschen ab 14 Jahren, die sich als Veganer bezeichnen.

Das Wort „vegan“ - ist nebenbei erwähnt - ein Kunstwort und wurde 1944 von Donald Watson für die Gründung der „Vegan Society“ kreiert. Sie sollte die Abspaltung von der „Vegetarian Society“ darstellen.
Gründer für Veganismus

Ist vegane Ernährung gesund und hilft es bei Bluthochdruck?

Ein manifester hoher Blutdruck, der nicht behandelt wird, stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Auch ein niedriger Blutdruck kann zum gesundheitlichen Problem werden. Dabei spielt auch die Ernährung eine Rolle. In vielen Studien und Untersuchungen zu Bluthochdruck und auch zu erniedrigtem Blutdruck wurde berichtet, dass die richtige Ernährung mit den richtigen Lebensmitteln den Blutdruck in einem beschränkten Rahmen normalisieren kann oder ihn zumindest indirekt positiv beeinflussen kann zum Beispiel über eine Gewichtsreduktion. Wir gehen der Frage nach, inwieweit die vegane Ernährung auf hohen oder niedrigen Blutdruck oder Blutdruckschwankungen Einfluss nehmen kann.
Hoher Blutdruck
Niedriger Blutdruck
Ist vegane Ernährung gesund?

Vegane Ernährung bei Bluthochdruck

Lebenswert und bunt! So wäre bestimmt die Antwort von vielen Veganern, die mit der Überzeugung leben, dass es keine gesündere Lebensweise gibt.

Das ganze Jahr gibt es Erntezeiten / Saisonzeiten für Gemüse und Obst, wenn man aber auf regionale Ware Wert legt, um auch die Nachhaltigkeit zu unterstützen. So greift man in den Wintermonaten auf Gefrorenes, Getrocknetes oder Eingekochtes zurück. In der veganen Ernährung sollte dabei vor allem auf die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren geachtet werden, da diese Ablagerungen in den Blutgefäßen vorbeugen sollen. Vorsichtig sollte man dagegen bei gesättigten Fettsäuren sein, die unter anderem in Kokosfett und Palmöl enthalten sind. Diese erhöhen den Cholesterinspiegel.
Wobei sich diese beiden Fette ohnehin wegen ihrer umstrittenen Gewinnung nicht anbieten.

Dass Bluthochdruck (Hypertonie) unbehandelt maßgeblich an der Sterblichkeitsrate weltweit beteiligt ist, ist nichts Neues. Die vegane Ernährung soll sich aber nach Meinung der Vertreter der veganen Philosophie positiv auf den Blutzuckerspiegel und die Blutfette auswirken. In einer noch sehr jungen Studie1 „The Effect of Vegan Diets on Blood Pressure in Adults“ wurde die Behauptung überprüft. Das Fazit der Studie: Eine vegane Ernährung brachte gegenüber anderen entsprechenden Diäten keinen Vorteil hinsichtlich einer Blutdrucksenkung.

Natürliche Mittel gegen Bluthochdruck
Vegane Ernährung bei Bluthochdruck

Vegane Ernährung und der niedrige Blutdruck

Sowohl die vegetarische als auch die vegane Ernährung kann für Menschen mit niedrigem Blutdruck Probleme bereiten. Frauen verlieren im Verlauf des Monatszyklus Blut und somit auch Eisen – während der Monatsblutung sind es 2,5 bis 40 Milligramm. Das verringerte Blutvolumen im Körper kann zu einem Absacken des Blutdrucks führen. Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit bis hin zum Kreislaufzusammenbruch sind ernste gesundheitliche Beschwerden. Eisenhaltige Lebensmittel können unterstützen.

Allerdings: Eisen ist vorwiegend in Lebensmitteln wie rotem Fleisch (vor allem Rind), in Blutwurst und in Leber zu finden. Bei den vegetarischen und veganen Lebensmitteln sind Weizenkleie, Kürbiskerne, Sojabohnen, Sesam, Amaranth, Hirseflocken, Linsen und Leinsamen gute Eisenlieferanten. Auch Spinat oder Broccoli enthalten verhältnismäßig viel Eisen. Frauen mit starken Monatsblutungen sollten insbesondere vor und während der entsprechenden Tage auf eine eisenhaltige Ernährung achten.
Natürliche Mittel gegen den niedrigen Blutdruck
Vegane Ernährung und der niedrige Blutdruck

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Ist Homviotensin® vegan?

Diese Frage können wir mit einem klaren JA beantworten.

Wir verwenden bei der Produktion unserer Tropfenmischungen wie auch bei Homviotensin® keinerlei Substanzen, die nicht der Vorstellung der veganen Lebensweise entsprechen.

Referenz: 1The Effect of Vegan Diets on Blood Pressure in Adults: A Meta-Analysis of Randomized, Controlled Trials. Persio D. Lopez, MDa,b, Eder H. Cativo, MDa,b, Steven A. Atlas, MDa,b, Clive Rosendorff, MD, PhD, Published: March 06, 2019 a Mount Sinai Heart, Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York, NY; b Cardiology/Hypertension Research Program, James J. Peters

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu vegane Ernährung und Blutdruck

Sie haben Fragen? Hier finden Sie schon viele hilfreiche Antworten. Und sollten Sie darüber hinaus noch weitere Informationen wünschen, dann nehmen Sie gerne persönlich zu uns Kontakt auf.
Eine vegane Ernährung kann sich auf vielfältige Weise positiv auf die Psyche auswirken. Studien zeigen, dass eine pflanzenbasierte Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und Ballaststoffen ist, das Wohlbefinden steigern und das Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände verringern kann. Insbesondere die Aufnahme von Nährstoffen wie Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B12, Folsäure und Magnesium, die in einer ausgewogenen veganen Ernährung berücksichtigt werden sollten, spielt eine wichtige Rolle für die Gehirnfunktion und die Stimmungslage.
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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