Welche pflanzlichen Mittel gibt es gegen Bluthochdruck?

Welche pflanzlichen Wirkstoffe bei Bluthochdruck eine Rolle spielen
Portraitfoto Dr. med. Felizian Kühbeck S/W

Fachautor Dr. med. Felizian Kühbeck
Arzt, Medizin- und Pharma­kologie­experte

Lesezeit: 9 min
 | 
Icon Welche pflanzlichen Mittel gibt es gegen Bluthochdruck?
Können pflanzliche Mittel den Blutdruck senken? Weißdorn zeigte in Studien eine messbare blutdrucksenkende Wirkung – als Ergänzung zu einem gesunden Lebensstil, nicht als Ersatz für die ärztliche Therapie

Bluthochdruck ist kein kleines Problem. Das Tückische daran: Viele Betroffene merken lange gar nichts. Dabei stehen Herz, Kreislauf und Gefäße längst unter Druck. Hoher Blutdruck entwickelt sich oft schleichend – und bleibt häufig jahrelang unbemerkt. Genau deshalb lohnt es sich, früh auf die eigenen Werte zu achten. Und zu wissen, was man selbst tun kann. In diesem Beitrag geht es vor allem um pflanzliche Mittel und Ansätze aus der Naturheilkunde. Sie können den Blutdruck auf sanfte Weise unterstützen – als Ergänzung zu einem gesunden Alltag und, wenn nötig, zu einer ärztlichen Behandlung.

Wichtigste Erkenntnisse auf einen Blick

Pflanzliche Mittel und ein gesunder Lebensstil können einen wertvollen Beitrag zur Blutdruckregulation leisten – als Ergänzung, nicht als Ersatz für die ärztliche Behandlung. Das Wichtigste dieses Artikels vorab auf einen Blick:

  • In Deutschland leben laut Gesundheitsatlas 2024 rund 20,3 Millionen Erwachsene mit diagnostizierter arterieller Hypertonie1.
  • Unbehandelt steigt das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschäden und weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen2.
  • Lebensstiländerungen und natürliche Methoden können den Bluthochdruck nachweislich und effektiv senken.
  • Wer den Blutdruck natürlich senken möchte, setzt vor allem auf Ernährung, Bewegung, Gewichtsreduktion und Stressbewältigung2.
  • Wirkstoffe wie Rauwolfia serpentina, Crataegus, Cactus grandiflorus und Mistel werden traditionell in Komplexmitteln zur Blutdruckregulation eingesetzt345.

Ursachen Bluthochdruck: Lebensstil und Risikofaktoren erkennen

Die Entstehung von Bluthochdruck hat selten nur eine Ursache. Häufig wirkt eine Reihe von Risikofaktoren zusammen2:

Häufige Risikofaktoren und Ursachen sind:

  • Bewegungsmangel und wenig körperliche Aktivität
  • salz- und zuckerreiche Ernährung
  • Übergewicht, besonders Bauchfett
  • Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
  • chronischer Stress, Schlafmangel und innere Anspannung (mehr dazu: Psychische Faktoren und Blutdruck)
  • erbliche Veranlagung, Vitamin-D-Mangel oder hormonelle Einflüsse
  • Nieren- oder Gefäßerkrankungen, die in der Klinik oder Praxis abgeklärt werden sollten

Blutdruck natürlich senken: sofort umsetzbare Alltags-Tipps

Wer den Blutdruck senken will, muss nicht alles auf einmal ändern.

Schon kleine Alltagstipps zeigen Einfluss auf die Blutdruckwerte:

  • täglich 30 Minuten zügig gehen
  • Salz reduzieren und Fertigprodukte meiden
  • mediterran essen, mehr Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs wählen
  • Alkohol und Nikotin einschränken
  • regelmäßig schlafen und Stress abbauen
  • ein Blutdrucktagebuch morgens und abends führen
  • Medikamente niemals ohne ärztliche Rücksprache verändern

Regelmäßige körperliche Aktivität kann den Blutdruck um etwa 5 bis 9 mmHg senken, insbesondere bei Menschen mit hohen Ausgangswerten6. Nach körperlicher Belastung sinkt der Blutdruck oft tiefer als zuvor, was die Gefäße geschmeidig hält und überschüssige Stresshormone abbaut7.

Mit der richtigen Ernährung den Blutdruck natürlich senken

Eine der effektivsten Methoden zur Senkung des Bluthochdrucks ist die DASH-Diät oder die mediterrane Küche2. Eine Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und fettreichem Fisch ist, kann helfen, den Blutdruck zu senken, während übermäßiger Salz- und Alkoholkonsum vermieden werden sollte.

Praktisch heißt das: Beeren, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorn, Olivenöl, Rapsöl, Lachs oder Makrele häufiger einplanen.

Eine Reduzierung der täglichen Salzaufnahme um einen Teelöffel, also ca. 5 Gramm, kann den systolischen Blutdruck um etwa 5 bis 6 mmHg und den diastolischen um etwa 2 bis 3 mmHg senken, insbesondere bei salzempfindlichen Personen8. Knoblauch kann den systolischen Blutdruck bei Bluthochdruck um etwa 8 mmHg senken9.

Rote-Bete-Saft hat in Studien gezeigt, dass er den systolischen Blutdruck senken kann. Verantwortlich ist vor allem der hohe Nitratgehalt, aus dem im Körper Stickstoffmonoxid entsteht – ein Stoff, der die Blutgefäße erweitert. In einer randomisierten Studie mit Bluthochdruckpatienten sank der systolische Blutdruck nach vier Wochen mit nitratreichem Rote-Bete-Saft um durchschnittlich etwa 9 mmHg10.

Gewicht normalisieren: wenige Kilos können viel bewirken

Übergewicht ist ein bedeutender Risikofaktor für Bluthochdruck. Eine Gewichtsabnahme von im Durchschnitt vier Kilogramm kann den systolischen Blutdruck um etwa 4 mmHg und den diastolischen Blutdruck um 2 mmHg senken11. Wie Sie das angehen, zeigt der Beitrag Abnehmen bei Bluthochdruck.

Setzen Sie auf Dauer statt Crash-Diät: kleinere Portionen, Wasser statt Softdrinks, ballaststoffreiche Lebensmittel und regelmäßige Bewegung.

Mehr Bewegung im Alltag: Herz-Kreislauf-System stärken

Ausdauersportarten wie Radfahren, Walking oder Schwimmen sind besonders effektiv zur Blutdrucksenkung und sollten mindestens fünfmal pro Woche für 30 Minuten praktiziert werden. Auch 10-Minuten-Einheiten helfen, wenn sie regelmäßig stattfinden.

Gute Optionen sind Treppe statt Aufzug, kurze Wege zu Fuß, Gartenarbeit oder ein Spaziergang in der Mittagspause. Bei stark erhöhten Werten gilt: den Sportbeginn vorher ärztlich besprechen.

Stress reduzieren: Nervensystem ins Gleichgewicht bringen

Dauerstress kann zu einem chronisch erhöhten Blutdruck führen, da das autonome Nervensystem, insbesondere der Sympathikus, aktiv wird und Stresshormone ausschüttet. Entspannungstechniken wie Yoga, Qigong oder Tai-Chi können helfen, den Parasympathikus zu aktivieren, was zu einer Senkung des Blutdrucks führt.

Techniken zur Stressreduktion wie Tai-Chi können den Blutdruck akut und langfristig um rund 6 mmHg systolisch senken12. Auch Waldspaziergänge tragen zur Entspannung bei und stimulieren den Parasympathikus, was sich positiv auf den Blutdruck auswirkt. Regelmäßige Tiefenentspannung ist wichtig, um den Körper herunterzufahren und den Blutdruck zu regulieren.

Natürliche Unterstützung: Pflanzliche Wirkstoffe zur Blutdruckregulation

Viele Patienten haben den Wunsch, ihren Blutdruck natürlich senken zu können. In der Naturheilkunde werden pflanzliche Wirkstoffe traditionell eingesetzt, vor allem ergänzend zur Lebensweise2.

Crataegus, also Weißdorn, zeigte in einer Meta-Analyse eine durchschnittliche systolische Blutdrucksenkung3. Rauwolfia serpentina wurde historisch intensiv untersucht4; alte Daten beschreiben deutliche Effekte, jedoch auch Nebenwirkungen, weshalb niedrige Dosierungen und ärztliche Begleitung wichtig sind. Cactus grandiflorus wird traditionell bei Herzbeschwerden, Engegefühl und Rhythmusunruhe beschrieben. Mistel wird ebenfalls im Kontext der Gefäßregulation erforscht5.

Kombiniert und ausgewogen dosiert sollen diese vier Wirkstoffe den Gefäßwiderstand senken und die Durchblutung verbessern.

Natürliche Heilmittel sind zur Vorbeugung und bei leicht erhöhtem Blutdruck geeignet, ersetzen aber keine ärztliche Therapie bei starkem Bluthochdruck.

Was tun bei Blutdruckstörungen?

Homviotensin® Packshot

Blutdruck in Balance mit Homviotensin®

  • Wirkstoffe auf pflanzlicher Basis
  • Blutdruck regulierend
  • Gut verträglich
4,6 von 5
Stand: 29. April 2026

Homviotensin

Homviora Arzneimittel Dr. Hagedorn GmbH & Co. KG steht als deutsches Familienunternehmen seit über 85 Jahren für Arzneimittel mit Wirkstoffen auf pflanzlicher Basis.

Homviotensin® ist ein apothekenpflichtiges, rezeptfreies Arzneimittel mit Wirkstoffen auf pflanzlicher Basis, das traditionell zur Unterstützung der Blutdruckregulation bei funktionellen Herz-Kreislauf-Beschwerden eingesetzt wird.

Es kombiniert Rauwolfia serpentina, Crataegus, Cactus grandiflorus und Mistel in potenzierter Form. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie in Apotheke oder Arztpraxis nach, besonders bei bestehenden Beschwerden oder der Einnahme von Blutdrucksenkern.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu pflanzlichen Mitteln bei Bluthochdruck

Sie haben Fragen? Hier finden Sie schon viele hilfreiche Antworten. Und sollten Sie darüber hinaus noch weitere Informationen wünschen, dann nehmen Sie gerne persönlich zu uns Kontakt auf.

Erste Verbesserungen sind oft nach wenigen Wochen sichtbar. Die volle Wirkung hängt von Ausgangswerten, Risikofaktoren, Schlaf, Gewicht und Konsequenz ab. Messen Sie zwei- bis dreimal pro Woche in Ruhe2.

Quellen
  1. . Gesundheitsatlas Deutschland, Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi), .
  2. . European Heart Journal ;45(38):3912-4018.
  3. . Pharmaceuticals ;18(7):1027.
  4. . Integrative Medicine (Encinitas) ;14(3):40-46.
  5. . Frontiers in Pharmacology ;15:1395658.
  6. . Journal of the American Heart Association ;2:e004473.
  7. . Revista Portuguesa de Cardiologia (English Edition) .
  8. . Cochrane Database of Systematic Reviews ;(4):CD004937.
  9. . BMC Cardiovascular Disorders ;8:13.
  10. . Kidney International Reports .
  11. . Hypertension ;42(5):878-884.
  12. . Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine ;2020:8503047.
  13. . Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL®.
Image
Wechseljahre und Ihr Blutdruck
Während der Wechseljahre verändert sich Vieles im Körper – bei Frauen wie bei Männern. Das Risiko für eine Blutdruckstörung steigt in dieser Zeit. Oft werden zudem die Symptome, die auf einen hohen Blutdruck hindeuten könnten, gerade bei Frauen mit Wechseljahresbeschwerden verwechselt.
mehr Details
Image
Kann Abnehmen den Blutdruck senken?
Übergewicht zählt zu den wichtigsten Auslösern für Bluthochdruck – und gleichzeitig zu den am besten beeinflussbaren. Pro Kilogramm Gewichtsverlust sinkt der systolische Blutdruck um etwa 1–1,5 mmHg. Welche Strategien wirklich helfen und was Studien zeigen, lesen Sie hier.
mehr Details
Image
Wie wirken Omega-3-Fettsäuren auf Bluthochdruck?
Wie stark wirken Omega-3-Fettsäuren tatsächlich bei Bluthochdruck, welche Dosis ist sinnvoll und wann ist Vorsicht geboten? EPA und DHA aus Fisch und Algen werden seit Jahrzehnten als natürliche Unterstützung diskutiert – ein Überblick zur aktuellen Studienlage.
mehr Details
Image
Hausmittel bei niedrigem Blutdruck: natürliche Mittel, die helfen
Auch der niedrige Blutdruck kann zu einem Risiko werden, wenn er entsprechende Symptome mit sich bringt: Dies können zum Beispiel Müdigkeit oder Antriebslosigkeit sein. Es lohnt sich deshalb, ein paar Tipps rund um die Ernährung und andere natürliche Wege zu einer besseren Blutdruckregulierung zu beachten.
mehr Details
Image
Blutdruck richtig messen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
In diesem Artikel erklären wir, was Bluthochdruck ist und wie er entsteht. Außerdem zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihren Blutdruck zu Hause richtig messen .
mehr Details
Image
Wie kann ich den Blutdruck natürlich senken?
Welche natürlichen Hebel wirken wirklich, wie schnell zeigt sich ein Effekt und wann reicht der Lebensstil nicht mehr aus? Von Salz und Gewicht über Sport bis zu pflanzlichen Mitteln – dieser Ratgeber bündelt die wirksamsten Methoden zur Blutdrucksenkung und zeigt, worauf es im Alltag ankommt.
mehr Details
Image
Blutdruck während der Schwangerschaft
Die Schwangerschaft bringt viele Veränderungen im Körper mit sich – unter anderem kann es zu Problemen mit dem Kreislauf und Blutdruck kommen. Eine regelmäßige Messung des Blutdrucks bei Ihrer/m behandelnden Ärztin oder Arzt ist ein Muss.
mehr Details
Image
Blutdruck im Alter: Normalwerte & Tipps
Nicht nur mit dem Alter kann sich eine Blutdruckstörung entwickeln. Dies kann sowohl der hohe Blutdruck als auch der niedrige Blutdruck sein. Ihre Lebensqualität sollte in jeder Lebensphase im Vordergrund stehen.
mehr Details
Image
Blutdruck und psychische Faktoren
Unser Leben ist oft von Stress geprägt: Rund die Hälfte aller Arbeitnehmer klagt darüber. Aber auch Ängste und Aufregung nehmen Einfluss auf den Blutdruck. Dabei sind psychische Belastungen sogar die Hauptursache für Berufsunfähigkeiten. Nehmen Sie Stress und andere psychische Faktoren ernst.
mehr Details
Image
Was bedeuten die Blutdruckwerte?
Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über den Blutdruck und die Einordnung eines normalen Blutdrucks. Anschließend geht es um die richtige Interpretation von Blutdruckwerten und was es bei der Blutdruckmessung zu berücksichtigen gilt.
mehr Details
Image
Blutdruck bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Von Blutdruckstörungen sind meist eher ältere Menschen betroffen. Aber: Auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können einen Bluthochdruck entwickeln oder einen zu niedrigen Blutdruck haben. Je früher dies erkannt wird, umso besser.
mehr Details
Image
Hausmittel gegen Bluthochdruck
Bluthochdruck ist eine häufige Erkrankung. Neben Medikamenten spielt aber auch Ihre Lebensweise eine große Rolle: Bewegung und vor allem die richtige Ernährung können den Blutdruck positiv beeinflussen. Welche Hausmittel gegen Bluthochdruck und welche natürlichen Arzneimittel dabei helfen, erfahren Sie hier.
mehr Details
Image
Blutdruck und vegane Ernährung
Vegane Ernährung ist im Trend. Immer mehr Menschen wollen auf tierische Produkte und Inhaltsstoffe verzichten. Aber: Ist die vegane Ernährung gesund für Ihren Blutdruck? Wir gehen dieser Frage nach. Unser Arzneimittel Homviotensin® ist vegan.
mehr Details
Image
Wie oft sollte man den Blutdruck messen?
Erfahren Sie mehr über die Messverfahren des Blutdrucks, von der Messung am Oberarm mittels Manschette und Stethoskop, über die oszillometrische Messung bis hin zur Pulswellen-Analyse. Außerdem werfen wir einen Blick auf individuelle Häufigkeit der Blutdruckmessung, je nach Risikofaktoren oder Vorerkrankungen.
mehr Details
Image
Blutdruckwerte richtig lesen & interpretieren
138/88 – zu hoch oder noch normal? Blutdruckwerte nach Alter einordnen, systolisch & diastolisch verstehen, Messzeitpunkt und häufige Messfehler erkennen. Mit Tabelle und Selbstcheck.
mehr Details
Image
Blutdruck und Wetter
Große Hitzephasen im Sommer werden auch bei uns immer häufiger. Viele Menschen kämpfen während dieser Zeit mit Blutdruckschwankungen. Aber auch andere Wetterkonstellationen können sich auf den Blutdruck auswirken. So kommen Sie gut durch die Sommerhitze und lernen den individuellen Einfluss des Wetters auf Ihren Körper kennen.
mehr Details
Ein kleiner Anstoß pro Tag: 10 Tage lang ein alltagstauglicher Tipp ins Postfach – damit aus guten Vorsätzen erste Schritte werden.

Kostenfrei · Kein Spam · Jederzeit mit einem Klick abbestellbar

Homviora
Unsere Erfahrung für Ihre Gesundheit

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Homviora
Unsere Erfahrung für Ihre Gesundheit

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.