Blutdruck bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Meist wenig beachtet aber beachtenswert
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Fachautor Dr. med. Felizian Kühbeck
Arzt, Medizin- und Pharma­kologie­experte

Icon Blutdruck bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Blutdruckstörungen bei Kindern und Jugendlichen werden häufig zufällig entdeckt. Welche Werte normal sind, welche Warnsignale es gibt und welche Rolle der Lebensstil spielt.
Der Blutdruck verändert sich im Laufe des Lebens – und das ist völlig normal. Kinder und Jugendliche haben meistens deutlich niedrigere Werte als Erwachsene. Entsprechend gelten für sie andere Grenzen, wenn es um „zu hoch" oder „zu niedrig" geht. Bluthochdruck gilt zwar als Thema für ältere Menschen. Ganz ausschliessen lässt er sich aber in keinem Alter: Auch bei Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen kann er auftreten – nur eben seltener und oft aus anderen Gründen.

Die normalen Werte und Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick, welche Blutdruckwerte bei Neugeborenen, kleineren Kindern, Kindern und Jugendlichen sowie bei jungen Erwachsenen normal sind. Auskunft gibt die Tabelle darüber hinaus, ab wann ein Bluthochdruck vorliegt. Für den niedrigen Blutdruck gibt es keine bestimmten Grenzwerte. Vielmehr kommt es beim niedrigen Blutdruck darauf an, ob Symptome auftreten und wie stark diese ausgeprägt sind. Oft werden Blutdruckstörungen bei jungen Menschen nur zufällig festgestellt.
Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen
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Alter Normal (Mittelwert) Beginn Bluthochdruck
60/35 mmHg über 90/50 mmHg
85/40 mmHg über 100/60 mmHg
95/50 mmHg über 110/70 mmHg
100/60 mmHg über 115/80 mmHg
105/62 mmHg über 125/80 mmHg
115/65 mmHg über 135/85 mmHg
Alter Normal (Mittelwert) Beginn Bluthochdruck
60/35 mmHg über 90/50 mmHg
85/40 mmHg über 100/60 mmHg
95/50 mmHg über 110/70 mmHg
100/60 mmHg über 115/80 mmHg
105/62 mmHg über 125/80 mmHg
115/65 mmHg über 135/85 mmHg

Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche sind zwar seltener von einem hohen Blutdruck betroffen, dennoch gibt es diese Fälle. Die Ursachen sind oft im Lebensstil zu finden. Übergewicht, mangelnde Bewegung oder eine ungünstige Ernährung sind Hauptfaktoren. Nicht immer ist allerdings der Lebensstil als Auslöser verantwortlich. Ein hoher Blutdruck sollte in jedem Fall von einem Arzt überprüft werden.
Hoher Blutdruck

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Häufige Ursachen für hohen Blutdruck bei jungen Menschen

Alkohol, Nikotin und das Nachtleben

1 Alkohol, Nikotin und das Nachtleben

Hier und da ein Glas Bier oder Wein, das ist kein Problem. Aber regelmäßiger und übermäßiger Alkoholkonsum kann zu einer chronischen Hypertonie (Bluthochdruck) führen. Die Folge: Ein erhöhtes Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko - selten, aber auch in jungen Jahren möglich.
Neben Alkohol gehört Rauchen zu den Hauptursachen für Bluthochdruck, denn durch das Rauchen verengen sich die Gefäße und das Herz muss häufiger und schneller schlagen, um den Körper mit genug Sauerstoff zu versorgen.

Auch der Schlafmangel begünstigt Blutdruckstörungen. So kommen drei wichtige Faktoren zusammen: Alkohol, Schlafmangel und Rauchen. Das lässt den Blutdruck steigen und führt unter Umständen zu weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Ungesunde Ernährung und Blutdruck

2 Ungesunde Ernährung

Eine kochsalz- und zuckerreiche Ernährung kann den Blutdruck erhöhen. Menschen, die bereits unter hohem Blutdruck leiden, reagieren besonders sensibel darauf. Daher sollten sie ihre Salz- und Zuckeraufnahme reduzieren. Getränke mit hohem Zuckergehalt oder auch Fertigprodukte, die fast immer Zucker enthalten, gilt es zu meiden. Eine unausgewogene Ernährung kann zu Mikronährstoffmangel führen: Die zusätzliche Einnahme von Nährstoffen wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin C ist eine Möglichkeit, aber keine Lösung.

Weitere Faktoren sind Kaffee, schwarzer und grüner Tee: Sie können den Blutdruck kurzfristig erhöhen. Und auch ein hoher Cholesterinspiegel, der oft durch unausgewogene Ernährung entsteht, lässt den Blutdruck steigen.
Bewegungsmangel und Blutdruck

3 Bewegungsmangel

Egal ob Studium, Bürojob oder eine andere sitzende Tätigkeit: Viele von uns bewegen sich zu wenig. Ein Lebensstil vor dem Bildschirm, im Auto oder auf dem Sofa führt dazu, dass schon bei jungen Menschen Bewegung zu kurz kommt und die Blutgefäße an Elastizität abnehmen. In der Folge können diese weniger flexibel und enger werden. Die Blutzirkulation ist erschwert und der Blutdruck kann ansteigen.
Übergewicht und Blutdruck

4 Übergewicht

Übergewicht steht häufig in direktem Zusammenhang mit falscher Ernährung und Bewegungsmangel. Doch die gute Nachricht ist: Wenn Gewicht abgebaut wird, kann sich der Blutdruck wieder normalisieren. Also weniger Sofa, Chips und Cola, mehr Radfahren, Laufen oder Tanzen: Schon purzeln die Pfunde.
Stress und Blutdruck

5 Stress

Stress gehört leider für viele Menschen fast schon zum Alltag. Auch er kann zum Anstieg des Blutdrucks führen. Kurzfristig ist dies kein großes Problem, aber auf Dauer kann Stress die Entwicklung eines anhaltenden Bluthochdrucks begünstigen. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Yoga, Atemübungen oder ein einfacher Spaziergang im Wald helfen, wieder zur Ruhe zu kommen und den Blutdruck zu normalisieren.
Familiäre erbliche Neigung und Blutdruck

6 Familiär-erbliche Neigung zum hohen Blutdruck

Kommt es zu einem vermehrten Auftreten von Bluthochdruck in der Familie, besteht auch ein Risiko, dass auch künftige Generation die Erkrankung erben. Deshalb ist es in diesem Fall besonders wichtig, bereits in jungen Jahren den Blutdruck zu kontrollieren.
Niedriger Blutdruck bei jungen Menschen

Niedriger Blutdruck bei jungen Menschen

Auch der niedrige Blutdruck kann bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auftreten. Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Zittern, Blässe, Abgeschlagenheit und reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit sollten von einem Arzt abgeklärt werden.
Niedriger Blutdruck
Der niedrige Blutdruck bei jungen Menschen tritt dabei typischerweise öfter bei jungen Frauen auf. Diäten können sich negativ auf den Blutdruck auswirken – Schönheitsideale mit Untergewicht sind auf lange Sicht auch unabhängig vom Blutdruck für die Gesundheit schädlich.

Kinder durchleben regelmäßige Wachstumsschübe. Während dieser Wachstumsschübe besteht ebenfalls die Gefahr, dass gerade bei schlanken Kindern Belastungen durch niedrigen Blutdruck gekennzeichnet sind. Dies kann sich bis hin zu gelegentlicher Ohnmacht entwickeln, die plötzlich kommt und eine Folge der mangelnden Blutversorgung im Gehirn ist. Ein solches Ereignis ist für die Kinder und Jugendliche und ihr Umfeld äußerst beängstigend. Aber: In den allermeisten Fällen wächst der junge Mensch aus dem Problem einfach heraus. Dennoch sollte aber vom Arzt geklärt werden, ob eine Behandlung nötig ist oder ob sich hinter einer Ohnmacht möglicherweise eine andere Ursache, wie beispielsweise ein Herzproblem verbirgt.
Was hilft gegen Blutdruckstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Was hilft gegen Blutdruckstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Im Vordergrund sollte ein möglichst gesunder Lebensstil stehen. Die Ernährung spielt dabei eine erhebliche Rolle. Für Kinder und junge Menschen mit niedrigem Blutdruck ist Bewegung und Sport genauso wichtig wie beim hohen Blutdruck. Halten Sie Ihr Kind mit niedrigem Blutdruck also nicht vom Sport fern. Dabei sollte das Sportprogramm aber auf einen niedrigen oder einen erhöhten Blutdruck abgestimmt werden, um die Situation zu verbessern und nicht zusätzliche Belastung zu bedeuten.
Behandlung Blutdruckstörungen

Natürliche Mittel gegen Bluthochdruck

Natürliche Mittel gegen niedrigen Blutdruck
Hilfreich bei niedrigem Blutdruck können auch Wechselbäder oder –duschen sein, genügend trinken, wie zum Beispiel eine Tasse schwarzer Tee am Morgen. In jedem Fall sollte eine Blutdruckstörung in Rücksprache mit einem Arzt behandelt werden – auch um eine zugrunde liegende Erkrankung zu erkennen oder Fehler bei der Behandlung zu vermeiden.
Generell lässt sich mit einer gesunden Lebensweise, einer ausgewogenen Ernährung und Sport gerade bei jungen Menschen gut gegen eine Blutdruckstörung vorsorgen. Und sollte Ihr Arzt tatsächlich Blutdruckstörungen diagnostizieren, dann helfen gegebenenfalls auch Präparate auf pflanzlicher Basis wie Homviotensin® die Anzeichen von Blutdruckstörungen zu besänftigen.
Zur Abklärung eines niedrigen oder eines hohen Blutdrucks und der richtigen Behandlung sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden. Hinter dem hohen Blutdruck oder niedrigem Blutdruck kann sich eine andere Grunderkrankung verstecken, die ausgeschlossen werden sollte. Eine falsche Medikation bringt ebenfalls Risiken mit sich. Sprechen Sie mit einem erfahrenen Arzt, um zu klären, welche Behandlung oder Medikation und Dosis für Sie richtig ist.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen

Sie haben Fragen? Hier finden Sie schon viele hilfreiche Antworten. Und sollten Sie darüber hinaus noch weitere Informationen wünschen, dann nehmen Sie gerne persönlich zu uns Kontakt auf.
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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