Blutdruck – was bedeuten die Werte?


Der Blutdruck ist kein konstanter Wert, er ist von Tageszeit, körperlicher Aktivität, Alter und Lebensstil abhängig. In einem höheren Alter steigt sich der Blutdruck natürlich wegen der verringerten Elastizität der Gefäße. Es gibt eine Einteilung der Blutdruckwerte. Bei einem gesunden Erwachsenen sollte der normale Blutdruckwert bei 120/80 mmHg liegen. Von einem niedrigen Blutdruck spricht man, wenn die Werte unter 110 (Männer) bzw. 100 (Frauen) /60 mmHg liegen. Man spricht von erhöhtem Blutdruck, wenn Werte über 140/90 mmHg gemessen werden.

Unterschied zwischen systolischen und diastolischen Blutdruckwerten

  • Den oberen Blutdruckwert bezeichnet die Medizin als den systolischen Wert. Dieser Wert wird zuerst genannt. Der systolische Blutdruck ist der Druck, mit dem das Blut die Arterienwände ausdehnt, wenn der Herzmuskel sich zusammenzieht und das Blut in die Gefäße pumpt.
  • Den unteren Wert nennt man den diastolischen Blutdruck. Dieser wird in der Phase gemessen, wenn das Herz sich wieder mit Blut füllt. In dieser Zeit fließt das Blut mit niedrigerem Druck in den Gefäßen. Der Druck sinkt aber nicht komplett ab, denn die Gefäßwand „speichert“ einen Großteil des Drucks, da sie elastisch ist. Also bedeutet ein Blutdruck 140 zu 90, dass der systolische Wert 140 und der diastolische Wert 90 ist.
  • Die Differenz zwischen dem systolischen und diastolischen Blutdruck wird als Pulsdruck bezeichnet. Der Pulsdruck – nicht zu verwechseln mit dem Puls – ist der Hauptindikator für die Elastizität der Blutgefäße. Zur Berechnung zieht man den diastolischen Wert vom systolischen Wert ab. Im Allgemeinen werden Werte niedriger 50 mmHg als normal angesehen. Ab 65 mmHg liegt ein erhöhter Blutdruck vor.
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Je nach individueller Empfindlichkeit, können schon kurz- oder langanhaltender Lärm oder plötzlich auftretende Geräusche, die einen Schreck auslösen, zu einer Blutdruckerhöhung führen. Koffeinhaltiger Kaffee kann den Blutdruck ebenso erhöhen.

Auch sportliche Betätigung, egal welcher Intensität, erhöht den Blutdruck, der sich dann beim Gesunden nach angemessener Zeit wieder normalisiert. Dies sollte einen jedoch nicht zu der Annahme verführen, dass das so oft zitierte Lebensmotto von Winston Churchill „first no sports“ (was ungefähr heißen soll: Bloß keinen Sport!) richtig ist.

Seelische Erregungszustände wie auch geistige Anspannung können den Blutdruck erhöhen. Eine volle Harnblase trägt ebenfalls zu einer Blutdruckerhöhung bei.

Dies macht umso mehr verständlich, warum der Blutdruck in Ruhe gemessen werden soll.

Blutdruck – was bedeuten die Werte

Bei der Schweregradeinstellung der Deutschen Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdrucks, hier von 1997 in Anlehnung an die WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist die Blutdruckhöhe maßgebend.
    systolisch (mmHg)   diastolisch (mmHg)  
Optimaler Blutdruck   <120   < 80  
Normaler Blutdruck   <130   < 80  
Hochnormaler Blutdruck   130 – 139   85 – 89  
Milder Hochdruck (Hypertonie Grad 1)   140 – 159   90 – 99  
Mittelschwerer Hochdruck (Hypertonie Grad 2)   160 – 179   > 100 -109  
Schwerer Hochdruck
(Hypertonie Grad 3)
  >210   >120  
Isolierter Systolischer Hochdruck   ≥ 140   < 90  


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